Noch lange keine Lipizzaner
Jeder Mensch hat eine Meinung dazu, doch die wenigsten konkretes Wissen: der Zugang zur österreichischen Staatsbürgerschaft. Ausgehend von der eigenen Erfahrung der Regisseurin, sich nach dem gescheiterten Versuch der Einbürgerung in Österreich fremder zu fühlen als je zuvor, dekonstruiert dieser Film den umstrittenen WIR-Begriff: Wer sind „wir“, wer die vermeintlich „anderen“? Was daran ist menschlich, was ein gesellschaftliches Konstrukt? Welches Wir wählen wir selbst, welches wird uns zugeschrieben und welches werden wir nicht mehr los?
„Die Macht geht vom Volk aus“, das steht in der österreichischen Verfassung – doch wer ist das Volk, wenn in Wien mittlerweile über ein Drittel der Bevölkerung nicht wahlberechtigt ist und was macht dies mit einer zeitgenössischen Demokratie?
„Noch lange keine Lipizzaner“ lädt auf unterschiedlichen filmischen Ebenen zum Nachdenken ein, zeigt die Absurditäten der österreichischen Einbürgerungsgesetze auf und nimmt den Nationalstaat und seine konstruierten Gefühle, gelernten Phrasen und scheinbar unantastbaren Zugehörigkeitsregeln unter die Lupe.
Das Kulturforum Breitenwang lädt herzlich ein zum zweiten Dokumentarfilmabend am Donnerstag, den 26. Februar 2026, um 20.00 Uhr im Tauernsaal des Veranstaltungszentrums.
Eintritt 8 Euro; 5 Euro für Schüler und Studenten.